Praxis für Craniosacral-Therapie & Pränatal- und Geburtstherapie

Eszter Kaszás • Gemeinschaftspraxis Amanita • Klosterberg 11, 4051 Basel

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Geschichte und weiterführende Literatur

Die Craniosacral-Therapie hat ihre ursprünglichen Wurzeln in der Osteopathie, welche von Dr. Andrew Taylor Still im Jahre 1874 begründet wurde. Dr. Still hatte erkannt, dass die Cerebrospinalflüssigkeit das Wichtigste aller bekannten Elemente des menschlichen Körpers ist. Diese Flüssigkeit wird auch Liquor genannt und umgibt Gehirn und Rückenmark. Es schütz diese unter anderem vor Stoss und Druck von aussen, versorgt das umgebende Gewebe mit Nährstoffen und transportiert Abfallstoffe ab.

Um 1900 nahm Dr. William Garner Sutherland, ein Schüler von Still, als Erster rhythmische Bewegungen der Schädelknochen wahr. Diese von der Lungenatmung und vom Herzkreislaufsystem unabhängigen Bewegungen nannte er den "primären respiratorischen Mechanismus" (PRM), eben das craniosacrale System. Er forschte jahrzehntelang und entdeckte schon bald, dass die Schädelknochen nicht wie die Lehrmeinung besagte ab einem bestimmten Alter fest verknöchert sind, sondern im Gegenteil alles darauf hindeutet, dass eine bestimmte Bewegung zwischen den Knochen stattfindet, die wie filigrane Zahnräder an den Kanten ineinander greifen. Er führte auch Experimente an sich selber durch. Er fertigte zum Beispiel eine Art Helm an, mit dessen Mechanismen er gezielt Druck auf bestimmte einzelne Schädelknochen ausüben konnte, die dadurch in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt wurden. So konnte er reproduzierbare Neurologische Veränderungen hervorrufen, wie Depressionen, Halluzinationen, Manien, Seh- und Gleichgewichtsstörungen. Dies deutete er als einen Hinweis darauf, dass solche und auch andere Symptome oft aufgrund unbeweglicher Schädelknochen oder deren Fehlstellung entstehen.

Sutherland entwickelte daraufhin die Craniale Osteopathie, in der er mit ganz sanften Berührungen der Hände komprimierten Schädelnähten wieder zu grösserer Beweglichkeit verhalf. Damit erzielte er sehr viele erstaunliche Therapieerfolge und konnte Symptome angehen, die seine Kollegen oft vergeblich zu behandeln versucht hatten.

Der heute gebräuchliche Begriff "Craniosacral-Therapie" wurde vom amerikanischen Forscher, Chirurgen und Osteopathen Dr. John E. Upledger erstmals Ende der 1970er Jahre verwendet. Er war auch massgeblich daran beteiligt, dass diese Arbeit einem grösseren Publikum bekannt wurde, sich daraufhin immer weiter verbreitete und sich im Laufe der Zeit zu einer eigenständigen Therapieform entwickelt hat.

Bücher zum Thema:

  • Dr. John E. Upledger: Auf den inneren Arzt hören
    (ein auch für Laien leicht verständliches, informatives, spannendes und "erzählerisches" Buch)
  • Irena M. Schikora-Kiefer: Das Wunder der sanften Berührung
    (ein etwas tiefer in die Materie eintauchendes Buch für den interessierten Laien)
  • Ramraj Ulrich Löwe: Craniosacrale Heilkunst
    (Hier wird schon etwas Fachwissen vorausgesetzt, jedoch flüssig und schön zu lesen. Gibt ein tiefes Verständnis der Materie)
  • Franklyn Sills: craniosacral biodynamics, Vol. 1 & 2
    (Sehr präzises und ausführliches fachliterarisches Grundlagewerk zum Thema)